Pause
24 Stunden bis 6 Wochen. Konto wird gesperrt, Saldo bleibt erhalten.
Drei Wege, dein Konto zu beenden — abhängig davon, wie lange die Pause dauern soll.
24 Stunden bis 6 Wochen. Konto wird gesperrt, Saldo bleibt erhalten.
6 Monate bis 5 Jahre. Konto vollständig blockiert, Marketing wird gestoppt.
Konto wird auf Wunsch dauerhaft geschlossen. Saldo wird vorher ausgezahlt.
Du kannst die Pause oder Schließung direkt im Konto unter Verantwortlich Spielen einstellen, oder per Live-Chat anfragen. Bestätigung kommt per Mail.
Es gibt viele legitime Gründe, ein Casino-Konto zu schließen. Manche Spieler wechseln den Anbieter, weil sie ein anderes Spielangebot suchen. Andere möchten eine Pause vom Glücksspiel insgesamt einlegen, weil das Hobby zu viel Raum eingenommen hat. Wieder andere haben festgestellt, dass das Spielen finanziellen oder emotionalen Druck verursacht, und möchten den Zugang konsequent unterbinden.
Eine Schließung ist immer kostenlos und kann ohne Angabe eines Grundes erfolgen. Wenn du den Wunsch begründen möchtest, hilft das dem Anbieter, das Angebot zu verbessern, ist aber keine Voraussetzung. Auch eine spätere Wiedereröffnung ist möglich, wobei die Bedingungen vom gewählten Schließungstyp abhängen.
Logge dich in dein Konto ein und öffne den Bereich Verantwortungsvolles Spielen. Dort findest du die Optionen für Auszeit, Selbstausschluss und Kontoschließung. Wähle die für deine Situation passende Option und bestätige die Auswahl. Du erhältst eine E-Mail-Bestätigung an die hinterlegte Adresse. Die Schließung wird sofort wirksam, das Konto wird ausgeloggt, und ein erneuter Login ist nicht mehr möglich.
Vor der Schließung lohnt sich ein Blick auf das Saldo. Ein vorhandenes Guthaben kann ausgezahlt werden, sofern die Verifizierung abgeschlossen ist. Sportwetten, die noch nicht entschieden sind, werden nach Abschluss des Ereignisses gewertet. Eventuelle Gewinne werden anschließend ausgezahlt, auch wenn das Konto bereits geschlossen ist.
Eine Auszeit ist die mildeste Form. Du sperrst dich für 24 Stunden, eine Woche, einen Monat oder sechs Monate. Nach Ablauf öffnet das Konto automatisch wieder. Eine Auszeit ist sinnvoll, wenn du eine kurzfristige Pause einlegen möchtest, ohne das Konto endgültig zu schließen.
Ein Selbstausschluss ist verbindlicher. Die Sperre gilt für mindestens sechs Monate, optional länger oder unbegrenzt. Während des Ausschlusses ist eine Wiedereröffnung nicht möglich. Nach Ablauf der Mindestdauer musst du aktiv die Wiedereröffnung beantragen, und der Anbieter prüft, ob dies sinnvoll ist.
Eine Kontoschließung ist organisatorisch. Du beendest die Geschäftsbeziehung formal. Eine Wiedereröffnung ist möglich, wird aber wie eine Neuregistrierung behandelt und mit Verifizierung erneut durchlaufen.
Nach Schließung bewahrt der Anbieter einen Teil deiner Daten gemäß den gesetzlichen Anforderungen. Identitätsdaten und Transaktionsverläufe werden für mindestens fünf Jahre gespeichert, weil das Geldwäschegesetz und die steuerlichen Vorschriften das verlangen. Marketing-Daten werden direkt entfernt, sobald die Schließung wirksam wird.
Du kannst jederzeit eine Datenauskunft nach Artikel 15 der Datenschutz-Grundverordnung anfordern. Eine entsprechende Anfrage richtest du an die in der Datenschutzerklärung genannte E-Mail-Adresse. Der Anbieter muss innerhalb eines Monats antworten und dir eine vollständige Übersicht über die gespeicherten Daten zusenden.
Wenn du nicht ganz beenden, sondern nur kontrollierter spielen möchtest, sind Limits oft die bessere Wahl. Ein Einzahlungslimit von 50 Euro pro Monat schränkt das Verlustrisiko deutlich ein, ohne dass du das Konto schließen musst. Ein Sessionlimit von 30 Minuten pro Tag begrenzt die Spielzeit. Eine Kombination beider Limits ist oft wirkungsvoller als eine endgültige Schließung, die nach einigen Wochen oft mit einem impulsiven Neuanlauf endet.
Auch das Abschalten der Marketing-Kommunikation ist eine Option. Wenn das Konto offen bleibt, du aber keine Erinnerungen mehr erhalten möchtest, deaktiviere die Mail-, SMS- und Push-Benachrichtigungen. Das nimmt die ständige Präsenz aus dem Alltag und reduziert den Anreiz, spontan zu spielen.
Wenn du eine nahestehende Person dabei unterstützt, das Konto zu schließen, ist deine Begleitung wertvoll. Du kannst beim Vorbereiten der Anfrage helfen, beim Aufschreiben der noch offenen Posten und beim Gespräch mit dem Support. Die formale Anfrage muss der Kontoinhaber selbst stellen, da der Anbieter aus Datenschutzgründen nicht mit Dritten über das Konto sprechen darf.
Nach der Schließung ist die Begleitung in den Wochen danach besonders wichtig. Eine Suchterkrankung ist nicht mit einem Klick gelöst. Eine professionelle Beratung über die BZgA-Hotline 0800 1 372 700 oder eine örtliche Suchtberatungsstelle ist der nächste Schritt.
Es gibt klare Anzeichen, dass eine Kontoschließung sinnvoll wird. Wenn du regelmäßig deine eingestellten Limits anhebst, wenn du Geld vom Konto nimmst, das eigentlich für Miete oder Lebensmittel vorgesehen war, wenn du Familie und Freunden gegenüber dein Spielen verheimlichst oder wenn das Spielen dein Hauptthema im Alltag geworden ist, ist eine Pause oder Schließung der richtige Schritt.
Auch positive Gründe können zur Schließung führen. Eine Veränderung der Lebensumstände, etwa eine neue berufliche Aufgabe, eine Familiengründung oder ein Umzug, macht Online-Casino-Konten manchmal überflüssig. Eine Schließung in diesen Situationen ist eine bewusste Aufräumaktion, kein Hinweis auf ein Problem.
Vor der Schließung lohnt sich ein Blick in die Steuer- und Bankdokumentation. Wenn du die Kontoauszüge benötigst, etwa für eine Schuldnerberatung oder eine private Steuererklärung bei beruflichem Spielen, lade sie vor der Schließung herunter. Nach der Schließung ist der Login nicht mehr möglich, und eine spätere Anforderung erfolgt nur auf schriftlichen Antrag mit längerer Wartezeit.
Auch die Korrespondenz mit dem Support, eingelöste Bonuscodes und die Verifizierungsdokumente bleiben gespeichert, sind aber nach Schließung nicht direkt einsehbar. Eine Datenauskunft nach Artikel 15 DSGVO liefert nachträglich eine vollständige Übersicht.
Ein vorhandenes Guthaben wird automatisch zur Auszahlung freigegeben, sofern die Verifizierung abgeschlossen ist. Du erhältst eine E-Mail mit der Bestätigung der Auszahlung und der voraussichtlichen Bearbeitungszeit. Die Auszahlung erfolgt auf die zuletzt genutzte Zahlungsmethode.
Wenn das Saldo unter dem Mindestauszahlungsbetrag liegt, üblicherweise 20 Euro, wird der Betrag entweder auf Anfrage manuell ausgezahlt oder verfällt nach einer Frist. Diese Regelung ist in den AGB festgehalten und je nach Anbieter unterschiedlich gestaltet.
Bei offenen Sportwetten zum Zeitpunkt der Schließung werden diese nach Abschluss des Ereignisses gewertet. Gewinne werden anschließend ausgezahlt, Verluste werden vom Restguthaben abgezogen. Eine Stornierung offener Wetten ist nicht möglich.
Eine einfache Kontoschließung ohne Selbstausschluss kann jederzeit wieder rückgängig gemacht werden. Du wendest dich an den Support und beantragst die Wiederöffnung. Nach einer kurzen Prüfung wird das Konto reaktiviert. Die Spielhistorie bleibt erhalten, ebenso die VIP-Stufe, sofern die Reaktivierung innerhalb von 24 Monaten erfolgt.
Eine Wiedereröffnung nach einem Selbstausschluss ist erst nach Ablauf der Mindestsperrdauer möglich, üblicherweise sechs Monate. Anschließend musst du einen aktiven Antrag stellen. Der Anbieter prüft, ob die Reaktivierung sinnvoll ist, und kann zusätzliche Schutzmaßnahmen wie reduzierte Limits oder verpflichtende Beratungsgespräche verlangen.
Wenn du dein Spielverhalten umfassend kontrollieren möchtest, reicht die Schließung bei einem einzelnen Anbieter oft nicht aus. Erstelle eine Liste aller Konten und schließe sie systematisch. Eine zentrale Übersicht bietet das deutsche OASIS-System, das eine Sperre über alle in Deutschland lizenzierten Anbieter ermöglicht.
Für internationale Anbieter ohne deutsche Lizenz musst du jeden Anbieter einzeln kontaktieren. Eine Vorlage für ein Schließungsschreiben findest du auf den Webseiten der Suchtberatungsstellen. Die meisten Anbieter bearbeiten solche Anfragen innerhalb von 24 Stunden.
Eine Kontoschließung allein ändert noch nichts an den dahinter liegenden Mustern. Eine begleitende Beratung über die BZgA-Hotline oder eine örtliche Suchtberatungsstelle ist sinnvoll. Die Beratung ist anonym, kostenfrei und unverbindlich.
Auch das Umfeld nach der Schließung verdient Aufmerksamkeit. Marketing-Mails von anderen Anbietern abbestellen, Glücksspiel-Apps vom Smartphone löschen, Browser-Lesezeichen entfernen und Vertrauenspersonen über die Entscheidung informieren sind Schritte, die das neue Verhalten stützen.
Wenn du in Deutschland steuerlich relevant gespielt hast, etwa als Berufsspieler oder bei beruflicher Einkommensherkunft, lohnt sich vor der Schließung die Anforderung einer vollständigen Spielhistorie. Diese Unterlagen dienen als Nachweis gegenüber dem Finanzamt und sollten mindestens zehn Jahre archiviert werden.
Auch Privatspieler können die Unterlagen für persönliche Zwecke nutzen. Eine ehrliche Bilanz über mehrere Monate oder Jahre kann ein wichtiger Schritt bei der Auseinandersetzung mit dem eigenen Spielverhalten sein. Die Übersicht enthält Einzahlungen, Auszahlungen, Bonus-Erträge und Spielergebnisse, sortiert nach Datum und Spielkategorie.
Eine Kontoschließung ist nicht zwingend ein Notausstieg. Viele Spieler schließen ihr Konto, wenn sich die Lebenssituation grundlegend ändert. Berufliche Neuausrichtungen, eine Heirat oder die Geburt eines Kindes verändern Prioritäten und Zeitbudgets. In diesen Phasen ist eine bewusste Reduktion oder Beendigung von Freizeitaktivitäten ein gesunder Schritt.
Eine spätere Wiedereröffnung ist in solchen Fällen jederzeit möglich. Die Schließung ist also keine endgültige Entscheidung, sondern eine vorübergehende Anpassung an die aktuelle Lebenssituation.